Reisetipps #1

Spontan verreisen? Klar! Mit dieser kleinen Sammlung an (hoffentlich hilfreichen) Links, gemixt mit meinen bisherigen Erfahrungen in der Planung von kurzfristigen und vor allem preiswerten Reisen, wartet der nächste Ausflug direkt um die Ecke.

Wenn du beim Lesen spontan auch einen Geheimtipp im Kopf hast, der hier keine Erwähnung gefunden hat, fühle dich hiermit dazu aufgefordert, zu kommentieren und zu ergänzen.

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Schritt 1: Reiseziel

Bei mir ist es oftmals so, dass ich kein konkretes Ziel vor Augen habe, vor allem nicht, wenn ich “einfach nur raus” möchte. Natürlich kommt es ganz darauf an, wie lange du unterwegs sein willst, ob du dein Augenmerk auf Natur, Erholung, Sehenswürdigkeiten o.a. legst.

Wichtig ist vor allem bei einem kleinen Geldbeutel, die Lebenserhaltungskosten im jeweiligen Land abzuklären. Nicht, dass du dich gehörig auf den Hosenboden der Tatsachen setzt, wenn beispielsweise eine Tasse Kaffee 6€ kostet. Da nützen preiswerte An-/Abreise und Unterkunft herzlich wenig.

Wenn du “einfach nur mal raus” willst, schau bei Schritt 2 nach – gerade bei kurzfristigen Reisen kannst du dich bei der Zielsuche nach den Anfahrtskosten richten.

Schritt 2: An-/ Abreise

Ich möchte mich an dieser Stelle nur auf die zwei Transportwege konzentrieren, die ich selbst am häufigsten nutze: Bahn und Flugzeug.

Wenn dein Reiseziel nicht allzu weit entfernt und der Geldbeutel mal wieder überhaupt nicht gönnerisch ist, lohnt sich eine Anreise per Bahn. Die Deutsche  Bahn hat verschiedene Europa-Spezial Angebote, mit denen man teilweise schon für 39€ an einen anderen Ort gelangt. Für Rundreisen und kleine Backpackertrips scheint außerdem der InterRail Pass sehr passend zu sein- je nach deinen Plänen kannst du beispielsweise im Zeitraum von 10 Tagen 5 Tage aussuchen, an dem du mit jedem Zug fahren kannst, der dir vor die Nase kommt.

Wenn du per Flugzeug anreisen willst, kann ich dir die Seite Skyscanner nur ans Herz legen. Hier hast du unglaublich viele Filtermöglichkeiten und findest, wenn du dich clever anstellst, die mit Abstand günstigsten Flüge! Zum Beispiel bei der Planung eines Spontantrips einfach den Zeitraum der Reise angeben und dann die Preise sämtlicher Flüge aufsteigend angezeigen lassen. Oder hast du schon ein Ziel, aber noch keinen konkreten Zeitraum? Dann kannst du dir den günstigsten Tag auch selbst heraussuchen, indem du die Übersicht der tagesabhängigen Preise durchstöberst.

Schritt 3: Die Unterkunft

Wenn mein Ziel feststeht und ich eine preiswerte Reiseverbindung gefunden habe, suche ich zunächst nach Unterkünften, bevor ich den Flug verbindlich buche. Einerseits, um sicherzugehen, dass das Land nicht überteuert ist (siehe Schritt 1). Andererseits um generell die Schlafsituation (Komfort, Lage, Bewertungen, Gefragtheit der interessanten Hostels) ein bisschen einschätzen zu können.

Ja, ich bin generell eher ein Hostelschläfertyp. Mich stören gemischte Schlafsääle und wenig Komfort überhaupt nicht, solange die Lage gut ist und die Räumlichkeiten halbwegs sauber sind. Bei der Hostelsuche habe ich bisher nur gute Erfahrungen mit der Seite HostelBookers gemacht. Auch dort kann wieder nach Orten und Daten gefiltert werden. Neben Hostels sind übrigens dort auch Appartements, Hotels und Pensionen aufgelistet. Für mich ist neben dem Preis vor allem die Bewertung des Hostels wichtig; die konstruktiven Anmerkungen und Warnungen haben mich in der Vergangenheit vor der einen oder anderen Horrornacht bewahrt.

Übrigens: Für den Abenteurer bietet sich auch Couchsurfen an. Damit bist du sozusagen direkt im Geschehen, wohnst bei einem Ortsansässigen und hast dadurch auch gleich einen Einblick in das Lebensgefühl deines Reiseziels. Da diese Art der Unterbringung auf privatem Angebot und Nachfrage beruht, musst du allerdings auch etwas beachten: Es gibt keinen Standart – dich kann sowohl ein eigenes Gästezimmer mit Doppelbett erwarten, wie auch eine Luftmatratze, die sich am Fußende des Gastgebers in einem 5qm Zimmer befindet. Deshalb empfiehlt es sich, immer genau die Informationen auf den jeweiligen Profilen zu lesen. Zudem ist Couchsurfen bei einem Spontantrip ein schwieriges unterfangen, da womöglich die Gastgeber deine Anfrage nicht rechtzeitig lesen.

Schritt 4: Check & Gebucht

Gerade bei kurzfristigen Reisen lese ich mir vor der verbindlichen Buchung auf der Seite des auswärtigen Amtes die Einreisebestimmungen des Landes durch. Dort findet man auch aktuelle Hinweise zur Einreise – im Falle von Sperrungen oder verschärften Kontrollen, Katastrophen oder sonstiges. “Vorsicht ist besser als Nachsicht”, sagt Mutter immer und da ich mir zutraue im Reisefieber eine Visumsbeantragung zu verschwitzen, kann ich diese Informationsminute getrost in Kauf nehmen. Und im Anschluss heißt es: Buchen & freuen!

Random Tipps

  • Kennerhinweise statt Pauschalreise! Statt auf überteuerte Reiseführer zurückzugreifen, die oftmals die schönsten und urigsten Ecken aussparen, sucht vorab im Internet nach Insider-Tipps oder Lieblingsorten der Einheimischen.
  • Weniger ist mehr! Das fängt schon beim Gepäck an… (für 3 Tage braucht man keine 5 verschiedenen Outfits. Zum Wetter passende und leicht kombinierbare Basics erspart dir Schlepperei. Im Notfall kann man auch vor Ort waschen oder ein dickes Paar Socken kaufen.
  • …und hört bei der Abendplanung auf. Plane Freiräume ein! Vorab ein oder zwei konkrete Ziele zu haben, Dinge, die man unbedingt sehen möchte, ist zum Ankommen und Orientieren hilfreich. Aber je mehr du vorab das Programm füllst, umso leichter wirst du unterwegs gestresst und verliert den “Entdeckerblick”
  • Für Schusselige: Persönliche Checkliste erstellen und auch unterwegs noch im Kopf durchgehen, damit nichts irgendwo liegen bleibt. Ausweis? Kreditkarte? Gute Laune?
  • Achtung bei Wechselstuben: In Deutschland zahlt man oft viel Gebühren zum Wechseln in ausländische Währungen. An Flughäfen und Bahnhöfen generell auch. Am Unkompliziertesten: Kreditkarte mit guten Auslandskonditionen und erst vor Ort Bargeld abheben.
  • Reisetagebuch führen! Für mich eines der schönsten Dinge am Reisen. Bevor man an Eindrücken platzt, lieber Emotionen aufschreiben und Momente mal #nofilter auf Papier mit Skizzen, Ideen und Spinnereien festhalten.

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Josephine von Blueten Staub

Web- und Grafikdesignerin, admin. Verwaltung, Autorin
Josephine von Blueten Staub ist als freiberufliche Künstlerin in der Spoken Word- und Literaturszene aktiv. Auf ihrem gleichnamigen Blog schreibt sie über Reisen und banale Kuriositäten des Alltags.

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