Origamikraniche für den Frieden

Da am 11.05. das Gewinnspiel offiziell startet, soll an dieser Stelle etwas zu den Hintergründen erklärt werden. 

L_Es scheint, als würde ein Großteil der Bevölkerung gerade ein Stück nach rechts rücken. Während der andere Teil einen Graben gräbt, um die Distanz zu den Gegnern zu vergrößern, stolpern die eigentlichen Hilfesuchenden zwischen den Fronten entlang und versuchen, dem Konflikt zu entrinnen. Es scheint, als würde das Lernen aus gemachten Fehlern gerade vom Vergessen selbiger bedroht werden. Als würde sich trotz Fortschritt und Entwicklung die Welt ein bisschen verdunkeln.

Aus diesem Grund will Fuxxig ein Projekt starten. Mit dem kommenden Gewinnspiel sollen nicht nur viele Menschen zum Mitmachen motiviert und jedem Teilnehmer in Form von Preisen gedankt werden, sondern vor allem soll mit dieser Aktion ein Zeichen des Friedens setzen. Alles, was du tun musst, um mitzumachen, ist, einen Origamikranich zu falten und dabei an die folgende Geschichte zu denken. Fotografiere im Anschluss deinen fertigen Kranich und sende Fuxxig das Foto zu. Alle weiteren Details kannst du zeitnah auf der Seite des Gewinnspiels nachlesen.

foxandcrane


Dass der Origamikranich heute als ein Symbol der Hoffnung und des Friedens gilt, ist Sadako Sasaki’s Werk. Im Alter von 15 Jahren verstarb die japanische Schülerin an Leukämie. Ihre letzten Monate sind eine von Lebensmut und Hoffnung gezeichnete Geschichte, die über ihr Ableben hinausging und die Welt verändert haben.

Origamikranich

Als 1945 in Hiroshima die erste jemals gegen Menschen eingesetzte Atombombe fiel, war Sadako zwei Jahre alt. Obwohl sie nur etwa zweieinhalb Kilometer vom Mittelpunkt der Bombenexplosion entfernt war und fast alle Häuser in ihrer Nachbarschaft zerstört waren, überstand Sadako das Ereignis scheinbar unversehrt.

Zehn Jahre später, als Sadako eine der schnellsten Läuferinnen der Klasse war, kollabierte sie aus heiterem Himmel beim Lauftraining. Im Krankenhaus stand die traurige Gewissheit nach kurzer Zeit fest, ein unausweichliches Todesurteil schien über der Zwölfjährigen zu schweben. Die Diagnose Leukämie ereilte zu der Zeit viele in Sadako’s Alter und erhielt den traurigen Beinamen die “Atombomben-Krankheit”.

Von ihrer besten Freundin erfuhr sie am Krankenhausbett von der alten japanischen Legende, es heißt, dass derjenige, der 1000 Origamikraniche faltet, von den Göttern einen Wunsch erfüllt bekommt. Sadako wollte nicht sterben, sie wollte gesund werden, wieder zur Schule gehen und an vielen Wettrennen teilnehmen. Deshalb begann sie, wann immer es ihr die Kraft erlaubte, Origamikraniche zu falten.

Die Kraniche machten ihr Mut und spendeten Trost und Hoffnung. Sie versuchte, fest daran zu glauben, dass sie wieder gesund würde, wenn tausend Kraniche fertig wären, doch als sie ihre tausend Kraniche tatsächlich fertig gefaltet hatte, spürte Sadako, dass sie sterben würde. Statt sich der Wut und Verzweiflung hinzugeben, versuchte sie, auch unter großen Schmerzen zuversichtlich und hoffnungsvoll zu bleiben und ließ vom Falten der Kraniche nicht ab.

Sadako starb im Oktober 1955, doch die Geschichte überdauerte ihren Tod. Beeindruckt von ihrer Stärke, ihrem Lebenswillen und der Hoffnung, an der sie bis zuletzt festhielt, begannen 39 ihrer Klassenkameraden Geld für ein Denkmal Sadako’s zu sammeln. Die Initiative verbreitete sich wie ein Lauffeuer und drei Jahre nach Sadakos Ableben, stand dank Spenden von über 3100 Schulen an der Einschlagsstelle der Atombombe  das “Kinder-Friedensdenkmal”. Auch gründete sich “Der Klub der Papierkraniche”, mit dem Ziel, Kinder zu vereinen, die über den Frieden nachdenken und für ihn arbeiten wollen. Aus dem Klub weniger Kinder ist heute eine internationale Aktion geworden. Auf allen Erdteilen falten Kinder Kraniche, ziehen sie zu langen Ketten auf und senden sie als Zeichen ihres Friedenswillens nach Hiroshima, wo sie von dem Klub an Sadakos Denkmal aufgehängt werden.

Dies ist unser Ruf
Dies ist unser Gebet
Frieden zu schaffen in dieser Welt.

Zusammen mit den tausenden Papierkranichen, die das Denkmal zieren, sollen diese auf dem Denkmal gravierten Worte die Welt daran erinnern, alles Erdenkliche zu tun, um einen Atomkrieg zu verhindern und Frieden zu schaffen.

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Josephine von Blueten Staub

Web- und Grafikdesignerin, admin. Verwaltung, Autorin
Josephine von Blueten Staub ist als freiberufliche Künstlerin in der Spoken Word- und Literaturszene aktiv. Auf ihrem gleichnamigen Blog schreibt sie über Reisen und banale Kuriositäten des Alltags.

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