9 Tipps für mehr Nachhaltigkeit

Klimawandel, Regional, Grün und Bio. Das große Thema der Nachhaltigkeit begegnet uns in unterschiedlichen Worten und in den letzten Jahren immer öfter. Oft werden Finger in Wunden gelegt und vor den Auswirkungen gewarnt.

Damit wir aber nicht nur von den harten Fakten erdrückt werden, sondern ein bisschen frischen, nachhaltigen Wind in unseren Alltag bringen können, kommen hier 9 Tipps, mit denen ihr viel bewirken könnt.

Nachhaltigkeit

Wie setze ich wichtige Ratschläge um?

Wenn wir im Supermarkt stehen, müssen wir auf eine Menge Dinge achten, je nachdem, welche Ernährungsform wir leben, wie gut gefüllt unser Geldbeutel ist und mit welchen Unverträglichkeiten wir zu kämpfen haben. Viele von uns scannen schon das Kleingedruckte, legen Wert auf Bio oder vermeiden zu viel Salz. Kommt mit der Nachhaltigkeit jetzt also NOCH eine Sache hinzu, bei der wir höllisch aufpassen müssen?

Ja und Nein. Dass wir das Thema Umwelt nicht aus den Augen verlieren, ist aus den verschiedensten Gründen sehr wichtig. Wir schützen damit nicht nur die Natur, indem mehr Land einfach nur Land sein darf, wir retten damit nicht nur Menschen vor dem Hungertod – wir tun auch etwas für uns.

Viele Lebensmittel, die mit einer hohen Umweltbelastung verknüpft sind, schaden bei übermäßigem Verzehr auch unserer Gesundheit. Es ist deshalb wichtig und eigentlich gar nicht so schwer, auf ein paar Dinge zu achten.

Trotzdem müssen wir für unseren Einkauf nicht 2 Stunden oder eine Unmenge Geld einplanen und uns unnötigen Stress verursachen. Mit einfachen Regeln können wir schon eine Menge verändern – Denn ich bin überzeugt davon: Der Gang zur Kasse ist ähnlich dem zur Wahlurne. Wir entscheiden und bestimmen, was vermehrt in unsere Supermärkte wandert und was langsam aber sicher aussortiert wird.

Weniger Fleisch essen – so klappt’s!

Dass die Produktion von Fleisch eine umweltbelastende Sache ist, haben wir geklärt. Wer auf seinen geliebten Braten trotzdem nicht verzichten will, muss das auch nicht tun. Ein geringerer Fleischkonsum bewegt schon eine Menge. Wer sich nicht sicher ist, wo er ansetzen soll, bekommt hier ein paar Tipps:

  • Veggie Days machen den Teller bunter!

Wer mehrere Wochentage zu fleischfreien Tagen macht, muss sich Gedanken machen: Was esse ich stattdessen? Die Rezeptewelt ist riesig und die Gemüsevielfalt auch. Also holt euch den Regenbogen auf den Teller und esst pflanzlich!

  • Qualität schmeckt einfach besser!

Auch ich habe nichts gegen ein saftiges Steak. Doch wenn wir uns ein Stück Fleisch gönnen, achten wir darauf, woher es kommt. Fragt einfach mal Google, es gibt bestimmt auch einen lokalen, vielleicht sogar ökologischen, Fleischer in eurer Nähe!

  • Her mit den herzhaften Alternativen!

Dank der ansteigenden Anzahl an Menschen, die ganz auf Fleisch verzichten, entwickeln Hersteller immer mehr herzhafte vegetarische und vegane Aufstriche. Es muss also nicht jeden Tag die Wurststulle sein! Hierfür müsst ihr noch nicht mal in ein Reformhaus gehen, in den größeren Supermarktregalen findet ihr mittlerweile auch schon Aufstriche aller Art. Was da zur Zeit auf den Markt kommt, ist eine super leckere Fleischalternative!

  • Proteinquellen entdecken und nutzen!

Fleisch ist ein sehr nährstoffreiches Lebensmittel. Vor allem Proteine und Mineralstoffe stecken drin. Ich empfehle euch: Wenn ihr weniger Fleisch essen wollt, lasst es nicht einfach weg, sondern ersetzt es mit Eiern und Milchprodukten. Ganz wichtig, damit keine Langeweile aufkommt: Entdeckt die große Welt der pflanzlichen Proteine. Burgerpatties aus Hirse und Linsen, Chiasamen in der Soße und Nüsse über dem Salat – die Vielfalt ist unglaublich. In vielen aktuellen Kochbüchern und auch im Internet könnt ihr euch belesen und ausprobieren.

  • Deine Küche als Experimentierlabor!

Wer gerne am Herd steht, ist in der Welt des Gemüses gut aufgehoben. Hier könnt ihr euch ein Leben lang in andere Ecken und Winkel begeben und findet doch immer wieder etwas Neues. Zum Einstieg empfehle ich ein schönes Vegetarisches Kochbuch. Habt ihr dann mehr Mut gefasst, werdet wild, probiert euch aus. Es lohnt sich!

Umweltbewusst bei jedem Einkauf –
Was es bei Gemüse zu beachten gibt:

Ihr esst sowieso schon wenig Fleisch und wollt es trotzdem noch besser machen? Hier gibt’s ein paar Hinweise, die euren Einkaufskorb zum Umweltschützer machen:

  • Saisonal, Regional, Bio

Mindestens eines dieser Adjektive sollte auf euer Obst und Gemüse zutreffen. Alle drei vereint zu finden ist das große Glück, aber selten im Supermarkt zu sehen. Wem die Vorteile dieser drei Eigenschaften noch nicht im Schlaf einfallen, hier nochmal kurz zusammengefasst:

Saisonale Produkte müssen nicht gelagert und gekühlt werden!

Regionale Produkte müssen nicht so weit transportiert werden!

Biologische Produkte kommen aus nachhaltigem Anbau ohne Gentechnik und umweltbelastende Pestizide.

  • Möglichst auf Palmöl verzichten!

Palmöl ist in vielen Produkten enthalten, kommt aber selten aus nachhaltigem Anbau. Das Problem: Die ertragreichen Ölpalmen benötigen ein warm-feuchtes Klima, das vor allem in Indonesien, China und Malaysia herrscht. Für den Anbau der Palmen werden großflächig Wälder abgeholzt und Torfmoorgebiete trockengelegt. Dabei wird jedoch eine riesengroße Menge an CO2 frei, da die Torfmoorgebiete Kohlenstoffdioxid im Boden speichern.

  • Jutebeutel ist jut

Im Supermarkt lässt sich jede Pflaume, jedes Möhrchen und jedes Radieschen einzeln einpacken – sinnvoll ist das nicht. Einerseits müssen wir die Lebensmittel eh zu Hause abwaschen, es betatschen nämlich bestimmt noch viele andere Hände unseren Apfel, andererseits gibt es Mehrwegbeutel aus Stoff. Wenn schon Plastetüte, dann gilt: Auch diese können wir mehrmals verwenden, einfach zu Hause eine Sammelstelle einrichten.

  • Weniger ist mehr! Jeder Gang macht schlank!

Ein Wocheneinkauf ist super praktisch und an sich auch vollkommen okay. Wichtig dabei ist, genau zu planen, was in der Woche wirklich gegessen wird, damit am Ende nichts weggeworfen werden muss. Das kann bei einem stressigen Alltag und einer großen Familie schwierig werden. Hier lohnt es sich darüber nachzudenken, lieber einmal mehr einkaufen zu gehen. Ein Gang ist positiver zu bewerten als am Ende gummiartige Möhren und faule Eier wegschmeißen zu müssen.

Denn: Auch schon mit einem bewussten Lebensmittelkonsum ist viel geholfen. Wenn wir alles essen, was wir produzieren, helfen wir der Umwelt auch sehr weiter!

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Emilie Wegner

FUXXIG Autorin
Emilie Wegner studiert Ernährungswissenschaften an der Martin-Luther-Universität Halle. Auf "Emilies Treats" bloggt sie über Themen der Ernährung und die Liebe zum Essen.

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