Diese 5 Nüsse sind gar keine Nüsse

L_N1üsse stecken voll guter Nährstoffe und schmeck gut. Proteine und ungesättigte Fettsäuren machen sie zu Kraftpaketen, Vitamine und Mineralstoffe sind für unseren Körper essentiell und unterstützen uns in den unterschiedlichsten Lebenslagen.

Doch sind wir uns eigentlich sicher, dass das, was wir da essen und großzügig als Nuss bezeichnen, wirklich diese Bezeichnung verdient hat…?

Hier folgt eine Liste mit Nüssen, die zwar in den meisten Nussmischungen zu finden sind, da aber genau genommen gar nicht hineingehören. Besserwisser und Nerds aufgepasst, diese Liste ist für euch!

Nüsse

Keine Nüsse sind…

1. Mandeln

Waaaas? Wenn ich von Nüssen rede, meine ich fast immer Mandeln! Wir haben sie ständig zu Hand und streuseln die Kraftpakete fröhlich über Frühstück und Co. Doch: Mandeln sind eigentlich keine echten Nüsse, sondern die Steinkerne einer Steinfrucht.

Übrigens: Ob süße oder Bittermandel hängt von der Baumsorte ab, von dem die Frucht kommt.

2. Cashewnüsse

Die feine, weiche Cashewnuss ist eine richtige Exotin. Sie wächst – haltet euch fest – aus dem Hinterteil einer birnenähnlichen Frucht heraus! Stellt euch eine Birne vor, deren Stiel die Dicke und Form einer Cashewnuss hat. Genau so wächst die Cashew! Der sogenannte Cashewapfel (der aber tatsächlich eher wie eine Birne aussieht) ist für die Vermehrung der Pflanze nicht geeignet, diesen Part übernimmt der verdickte Stiel am Ende. Beide Teile – Frucht und Scheinfrucht – kann man essen, wobei der der Vitamin C reiche Kaschu-Saft und die Cashewapfelkonfitüre bei uns noch nicht sehr bekannt sind.

3. Paranüsse

Sobald sich eine Frucht an einer Seite kapselartig öffnen kann, gehört sie zu den Kapselfrüchten. Beispiele wären alles schotenartige, eine Mohnkapsel, die zur Blüte aufspringt, oder eben die Frucht des Paranussbaumes. Wenn diese aufspringt enthüllt sie viele große Samen – die selenreichen Paranüsse. Diese fangen übrigens erst nach über einem Jahr an zu keimen! Auf einen eigenen Paranussbaum müsstet ihr also geduldig warten…

4. Pekannüsse

Jep, auch die Pekannuss ist nur der Steinkern einer Steinfrucht. Man braucht noch nicht einmal einen Nussknacker, um sie zu öffnen, da sich die Schale super einfach abpulen lässt.

5. Muskatnüsse

Die Muskatnuss kommt in meine Aufzählung, da mein lieber Freund tatsächlich ziemlich sicher glaubte, dass es sich bei der Frucht um eine Nuss handle. Aber nein, ihr könnt es euch denken: Nur weil Nuss im Namen steht, heißt das noch lange nichts! Die Muskatnüsse sind Samen einer Balgfrucht, also einer Frucht, die aus einem einzelnen Fruchtblatt entsteht, das verwächst und erst wieder aufplatzt, wenn die Samen reif sind.

Nicht in diese Liste geschafft haben es folgende Nicht-Nüsse:
Kokosnuss, Pistazie, Sheanuss, Erdmandel

Warum die Erdnuss eben doch eine Nuss ist

Und jetzt kommt sie, die große Überraschung: Die Erdnuss ist doch eine Nuss! Na gut, ihr habt Recht, sie ist auch eine Hülsenfrucht. Das ist jetzt etwas verwirrend: Die Erdnuss ist eine Hülsenfrucht, die aber komplett verschlossen bleibt (normalerweise öffnen sich Hülsenfrüchte) – deshalb ist sie eben auch eine Nuss! Jaja, ich weiß. Nerd-Alarm!

Was macht eine Nuss zur Nuss?

Ganz einfach: Sobald eine Frucht komplett von einer Wand, der Fruchtwand, umhüllt wird, deren drei Schichten alle miteinander verwachsen sind, ist es eine Nuss. Wenn wir aber zwei Schichten unterscheiden können oder sogar Fruchtfleisch entdecken, oder sich die Frucht auch noch von alleine öffnet, ist die Frucht, die wir da in den Händen halten, keine Nuss mehr.

 

 

The following two tabs change content below.

Emilie Wegner

FUXXIG Autorin
Emilie Wegner studiert Ernährungswissenschaften an der Martin-Luther-Universität Halle. Auf "Emilies Treats" bloggt sie über Themen der Ernährung und die Liebe zum Essen.

Kommentar verfassen