Der Wolf im Schafspelz: Fructose

Fruchtzucker klingt nach Frische, Obst und natürlicher Süße. Über viele Jahre hinweg galt Fructose als eine gesunde Alternative zu traditionellem Haushaltszucker. Doch die Wissenschaft rudert zurück: Das war alles ein großer Irrtum. Wir sollten im Gegenteil unseren Fructosekonsum besser einschränken.

Fructose kommt in Obst als Fruchtsüße vor. Auf stark konzentrierte Fruchtpürees sollte man also nicht zurückgreifen, gegen einen unverarbeiteten Apfel o.ä. ist nichts einzuwenden. Noch relevanter ist der Einsatz von Fructose-Sirup in Softdrinks und Fertig-Naschereien – hier findet sich Fructose in großen Mengen wieder.

Empfohlen wird, maximal drei Portionen Obst am Tag zu essen und den Konsum von Süßigkeiten und Softdrinks so weit es geht einzuschränken.

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Warum wir auf Fruchtzucker in hohen Mengen verzichten sollten

Aus diesen 5 Gründen ist Fructose nicht zu empfehlen:

1. Fructose hat viele Kalorien

Weit  verbreitet ist der Irrglaube, dass Fructose weniger Kalorien als andere Zuckerarten hat. Das stimmt aber so nicht. Fructose süßt zwar stärker als Zucker, ist aber mit einem Kaloriengehalt von 406 Kilokalorien pro 100 Gramm genauso energiereich alle anderen Einfachzucker.

2. Fructose regt den Appetit an

Fructose beeinflusst bestimmte Hormone, die dafür verantwortlich sind, dass wir uns satt oder hungrig fühlen. Wenn wir viel Fructose zu uns nehmen, wird mehr von dem Hormon ausgeschüttet, dass und hungrig macht und weniger von dem, dass uns satt werden lässt. Somit essen wir auf lange Sicht immer ein bisschen zu viel und nehmen schneller zu.

3. Fructose fördert die Bildung von Fettzellen

4. Fettleber schon bei Kindern

Fructose fördert die Aufnahme von Fetten, die die Leber ab einer bestimmten Konzentration nicht mehr ausscheiden kann. Das überschüssige Fett beginnt, sich im Lebergewebe anzulagern. Das führt zu Krankheiten, die wir sonst nur von Alkoholikern kennen. Jetzt haben sogar Kinder schon eine Fettleber.

5. Fructose erhöht das Risiko für Nierensteine und Gicht

Nicht nur Fettsäuren werden durch zu viel Fructose vermehrt gebildet, auch die Harnsäurewerte erhöhen sich bei hohem Fructoseverzehr. Harnsäure ist ein Abbauprodukt in unserem Körper, dass wir nicht gut gebrauchen können. Normalerweise wird Harnsäure über die Niere unproblematisch ausgeschieden, ein Überfluss kann sich aber in Gelenken und in der Niere ablagern. Schmerzhafte Steine und Gichtanfälle sind die Folge.

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Emilie Wegner

FUXXIG Autorin
Emilie Wegner studiert Ernährungswissenschaften an der Martin-Luther-Universität Halle. Auf "Emilies Treats" bloggt sie über Themen der Ernährung und die Liebe zum Essen.

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