wildlebende Ratten fangen und vertreiben

Ratten stellen im Vergleich zu Mäusen ein größeres Hygiene- und Gesundheitsrisiko dar, können erhebliche Schäden verursachen und sind für kleinere Tiere wie Wachteln, Küken oder junge Kaninchen durchaus gefährlich. Bei bestehendem Befall sollte daher sofort gegengesteuert werden.

Tipps

Bitte beachte die wichtigen Hinweise unten.

Chemische Mittel und tötende Fallen? Besser nicht!

Das weiß nicht jeder

Auf Giftköder und tötende Fallen sollte wann immer möglich verzichtet werden. Neben den Risiken für Haus- und Wildtiere, die die Köder oder vergiftete Tiere fressen könnten, könnten auch Kinder durch sie gefährdet werden. Bei Schlagfallen oder elektrischen Fallen hast du zudem die unangenehme Aufgabe, tote, ggf. blutende Tiere zu entsorgen. Unsere nachfolgenden Tipps helfen dir, Ratten-Probleme umwelt- und gesundheitsschonend in den Griff zu bekommen.

Ratten im Haus? Schnell handeln!

Das sollte man wissen

Ratten sind sehr schlau und äußerst vorsichtig. Daher leben sie selten im Haus und bevorzugen eher geschützte Bereiche wie Schuppen (auch unter der Bodenplatte), Garagen, Hühner- und Kaninchenställe etc. Solltest du dennoch Ratten im Haus haben, solltest du keine Zeit verlieren und direkt nachfolgende Tipps umsetzen.

Nahrungsquellen beseitigen

Das sollte man wissen

Ratten und Mäuse werden vor allem durch leicht zugängliche Nahrung angelockt. Herumliegendes Hunde- oder Vogelfutter, offene Lebensmittel oder Hühnerfutter in Kraftpapier-Säcken sollten möglichst nicht frei vermieden werden. Lebensmittel am besten in hohen, sicher verschließbaren Behältern aufbewahren und Futterreste regelmäßig (vor allem nachts!) entfernen.

Verstecke vermeiden

Das sollte man wissen

Unaufgeräumte Ecken, Kartons oder Holzstapel bieten Ratten ideale Rückzugsorte. Regelmäßiges Aufräumen in Garten und Schuppen und das Entfernen möglicher Verstecke erschweren es den Tieren, sich dauerhaft anzusiedeln.

Lebendfallen richtig aufstellen

Das weiß nicht jeder

Haben sich bereits Ratten bei dir angesiedelt, können Lebendfallen eine tierfreundliche Möglichkeit sein. Die Fallen sollten entlang von bekannten Laufwegen aufgestellt und täglich mindestens zwei Mal kontrolliert werden. Nach dem Fang einer oder mehrerer Ratten musst du die Tiere in ausreichender Entfernung - bei erwachsenen Tieren mindestens 3-5 Kilometer - zum Haus wieder freilassen. (Regionale Anforderungen beachten. Zudem natürlich nicht in der Nähe anderer Häuser oder Höfe.)
Zum Fangen ein paar Tipps:
Köder: Empfohlen werden meistens Nuss-Nougat-Creme oder Erdnussbutter. Wir hatten allerdings mit Haferflocken, Hühnerfutter und zerbröselten (Butter-) Keksen die besten Erfolge. Wahrscheinlich weißt du ohnehin schon am besten, was deine "Mitbewohner" gerne fressen. Verwende dieses Futter auch als Köder.
Geduldig sein: Bei uns hat es teilweise mehrere Tage gedauert, bis die Ratten ihre offenbar bereits angesammelten Vorräte aufgebraucht hatten und in die Falle gegangen sind.
Anködern: Ratten sind äußerst vorsichtige Tiere. Stelle die Falle daher zunächst ein paar Tage geöffnet auf, sodass sich die Tiere an das Hineingehen gewöhnen und die Falle als "sicher" einstufen. Erst dann solltest du nach und nach beginnen, den Schwierigkeitsgrad zu erhöhen und die Falle langsam "scharf" zu stellen.
Stöckchen als Eingangshilfe: Manche Ratten verstehen nicht sofort, dass sie die Kippmechanik der empfohlenen Falle betätigen können. Wir nutzen ein kleines Stöckchen, um den Eingang leicht geöffnet zu halten. Geht die Ratte hinein, fällt das Stöckchen herunter und die Falle schließt wie geplant.
Handschuhe nicht erforderlich: Oft wird empfohlen, Tierfallen nur mit Handschuhen anzufassen. In der Praxis spielt der menschliche Geruch jedoch meistens nur eine untergeordnete Rolle. Wahrscheinlich haben sich deine Mitbewohner schon längst an deinen Körpergeruch gewöhnt und fänden eher den Handschuh-Geruch seltsam.

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Duftstoffe nur unterstützend einsetzen

Das weiß nicht jeder

Hausmittel wie Pfefferminzöl oder stark riechende Kräuter werden häufig als Rattenabwehr empfohlen. Sie können die Tiere kurzfristig abschrecken, ersetzen aber keine Beseitigung der Ursache und wirken bei einem bestehenden Befall meist nur eingeschränkt.

Befall weiter beobachten

Das sollte man wissen

Auch nach einem erfolgreichen Fang lohnt sich ein Blick auf mögliche neue Spuren wie Kot, Nageschäden oder Geräusche. Ratten leben meistens in Gruppen - es kann also gut sein, dass du mehr als nur einen ungebetenen Gast hast. Stelle die Falle bei Bedarf dauerhaft auf, kontrolliere sie aber weiterhin mindestens zwei Mal täglich, um eventuell gefangene Tiere zeitnah entlassen zu können.

Wichtige Hinweise – bitte beachten

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Allgemeiner Hinweis zu unseren Tipps

Die Tipps auf fuxxig beruhen auf persönlichen Erfahrungen, sorgfältiger Recherche und allgemeinen Erfahrungswerten. Sie sind als Anregungen gedacht und stellen keine individuelle fachliche Beratung oder verbindliche Anleitung dar. Für die Richtigkeit, Vollständigkeit und ein bestimmtes Ergebnis übernehmen wir keine Garantie. Bitte informiere dich deshalb vor der Umsetzung über mögliche Risiken, beachte Herstellerangaben und hole bei Unsicherheiten fachlichen Rat ein.

Hinweis zur nachhaltigen Nutzung und richtigen Entsorgung

Entsorge Chemikalien, Batterien, Elektrogeräte und andere problematische Stoffe entsprechend den örtlichen Entsorgungsvorschriften. Verwende Produkte möglichst sparsam und umweltschonend.

Hinweis zur sicheren Verarbeitung und Lagerung von Lebensmitteln

Achte bei der Verarbeitung, Lagerung und Zubereitung von Lebensmitteln auf die geltenden Hygienevorschriften. Lebensmittel mit auffälligem Geruch, Geschmack oder Aussehen sollten nicht mehr verzehrt werden.

Vorsicht bei der Anwendung von Schädlingsbekämpfungsmitteln

Achte darauf, dass Kinder, Haustiere und andere unbeteiligte Personen nicht mit eingesetzten Mitteln in Kontakt kommen.

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